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Liederkranz 1888 Belsen e.V.

Bei strahlendem Regen machte sich der Liederkranz 1888 Belsen e.V. zusammen mit den Sängerfrauen und weiteren Gästen, demnach insgesamt 62 Personen, auf zum zweitägigen Jahresausflug.
Nachdem alles Gepäck wohlbehalten in den doppelstöckigen großen Bus der Firma Leibfritz verstaut war, ging es los in Richtung Schwarzwald. Beim „Gscheiten Beck“ in Feldberg-Bärental gab es ein leckeres zweites Frühstück – wohlverdient, da der Start in Mössingen bereits in aller Frühe um 06:45 Uhr erfolgt war!
Pünktlich wie vorgesehen war Freiburg erreicht und zu Fuß ging es zunächst zur Werkstatt Münsterbauhütte, wo Steinmetzmeister Tilmann Borsdorf, der die Turmsanierung des Münsters verantwortlich leitet, einen lebhaften Einblick in die schwere Arbeit der Steinmetzen gab. Im Münsterbaumuseum, in dem die beeindruckenden Statuen, Baupläne und Werkzeuge der vergangenen Epochen zu bewundern waren, erläuterte er das erstaunliche Bauwerk, das von etwa 1200 bis 1513 erbaut wurde und bei dem der berühmte, 116 Meter hohe schönste Kirchturm der Erde seit nunmehr über 700 Jahren unbeschadet auf nur einem 3 Meter tiefen Fundament ruht.
Dies alles und noch mehr erfuhr die Reisegesellschaft von Tilmann Borsdorf.
Nach einem kurzen, leider verregneten Stadtbummel ging es dann weiter in den Kaiserstuhl nach Ihringen.
Dort, nach der Mittagspause, traten dann die Sänger des Liederkranzes in den roten Poloshirts mit zwei Auftritten auf die „Bühne“ und sangen unter anderem „Aus der Traube in die Tonne“ , bevor es dann, aufgeteilt in zwei Gruppen, zur Kellerführung und Weinprobe ging. Eine Rundfahrt durch die Weinberge schloss sich an, und Prof. Axel Borsdorf, Mitglied des Liederkanzvorstands, der schon bei der Anfahrt in beeindruckender Weise Einblicke in die geologisch-geografische Struktur der Schwarzwaldlandschaft gegeben hatte, konnte auch hier weitere Erläuterungen zu der durch den Menschen in der Neuzeit gewaltig umgestalteten Kaiserstuhl geben.
Zurück nach Freiburg wurden dann die Hotelzimmer bezogen. Im nahegelegenen „Kantina“ wurde das Abendessen eingenommen und mit einigen Gesangstücken aus dem Liederbüchle der Tagesausklang eingeläutet.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Staufen, bekannt durch die durch Geothermiebohrungen verursachten Gebäudeschäden. Beim Rundgang durch die Stadt und später, nach dem Aufstieg zur Ruine Burg Staufen erläuterte Axel nicht nur die Ursache der an einigen Häusern sichtbaren Risse, sondern gab auch einen Einblick in die Gebäudearchitektur und das Geschick der Zähringer bei ihrer Städtegründung.
Das Wetter hatte sich zum Glück grundlegend geändert und entschädigte die Gesellschaft mit Sonnenschein und warmen Temperaturen, so dass der Ausblick von der Ruine weit hinein in die Rheinebene, zu den nahen Bergen des Schwarzwaldes reichte.
Vor dem Rathaus der Stadt erklangen dann, von den kräftigen Kehlen des Liederkranzes Belsen gesungen drei Lieder zum Abschied.
Durchs Glottertal ging dann die Heimfahrt zunächst nach Donaueschingen wo die bekannte Donauquelle zu besichtigen war und dann weiter nach Schömberg, wo Axel noch einmal die Gelegenheit ergriff, die besondere Struktur der Besiedelung dieses Raumes und unter anderem die Bauweise der Fachwerkhäuser zu erläutern.
Nach einem Abendessen beim Schömberer Stausee und dem Abschiedslied „Die Abendsonne überm Wald in goldnen Wolken ruht“ erreichte man wohlbehalten den Heimatort Belsen.
Zuvor hatte natürlich Ulrich Sommer den Organisatoren dieser Reise, Vorstand Thomas Fischer und Birgit Schüßler für die ausgezeichnete und gelungene Vorbereitung der Fahrt gedankt und einen besonderen Dank an Prof. Axel Borsdorf für seine ausführlichen und lehrreichen Erläuterungen ausgesprochen. Rosemarie Sommer bedankte sich für die Sängerfrauen für die Einladung und Teilnahme am Ausflug. Und Volker Kirsch bedankte sich im Namen der Teilnehmer bei den vielen anderen Helfern, die zum Gelingen der Fahrt beigetragen hatten.
Übrigens: Heute, am Freitag, 25. Oktober 2019 ist Singstunde im Gemeindehaus Belsen!